News-Blog Da fehlt noch was

Da fehlt noch was

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Den Weser Baskets steht ein schwieriger Saisonstart in der 1. Regionalliga bevor

Das Wort Umbruch erfreut sich zum Start einer neuen Saison großer Beliebtheit. Für die Basketball-Herren der Weser Baskets, die am Sonnabend mit der Auswärtspartie bei der BG Aschersleben Tigers (19.30 Uhr) ihre neue Spielzeit beginnen, ist es ­sogar das Motto schlechthin. Nach dem erst spät in der vergangenen, turbulenten Saison sichergestellten Klassenerhalt in der 1.  Regionalliga und der Klärung der fi­nanziellen Rahmenbedingungen für eine weitere Saison in dieser Spielklasse war die Kader-Zusammenstellung für die Ver­antwortlichen um Sportdirektor Erkan ­Sahbaz nicht einfach. Und sie dauert noch an.

„Wir mussten aber diesen Schritt mit jungen Spielern, die sich entwickeln sollen, gehen, um für die Zukunft im Bremer Basketball etwas aufzubauen“, sagt Sahbaz. Die vielen Abgänge wurden mit NBBL und JBBL-Spielern kompensiert, punktuell wurden erfahrene Akteure als Stützen der Mannschaft hinzugewonnen. So sieht Erkan Sahbaz seine potenzielle „Starting Five“ auch gut besetzt. Nichtsdestotrotz plagen ihn und seinen neuen Trainer Nathan Barg vor dem Saisonauftakt noch einige Verletzungssorgen.

Im Einzelnen: Matt Reid kam von den Artland Dragons Quakenbrück aus der Zweiten Bundesliga Pro B zu den Weser Baskets Bremen. Der kalifornische Ex-Profi aus Kalifornien mit deutschem Pass, der zuletzt einem Schnitt von 11,2 Punkten pro Spiel schaffte, entschied sich für einen festen Job. So hat er nicht mehr die Möglichkeit, zweimal am Tag zu trainieren. Da er trotzdem nicht auf das Basketballspielen verzichten und weiterhin auf hohem Niveau spielen möchte, wird er nun zum Führungsspieler bei den Baskets.

Auf die Pässe von Matt Reid wartet Dreier-Spezialist Jonas Liermann, der aus dem letztjährigen Kader verblieben ist. Ebenso weiterhin dabei ist Lukas Köhler, er geht in seine zweite Saison in der 1. Regionalliga. „Lukas hat bereits in der Sommerpause große Fortschritte gemacht“, freut sich Erkan Sahbaz. Säule Nummer vier ist ein alter Bekannter. Ismar Kriese, geborener Seferagic, spielte bereits von 2014 bis 2016 bei den Weser Baskets und war beim damaligen Aufstieg in die 1. Regionalliga herausragender Akteur. In der vergangenen Saison trat er etwas kürzer und spielte „just for fun“ in der Oberliga beim Kooperationspartner Bremen 1860.

Auf der Center-Position findet man derzeit allerdings nur das junge Eigengewächs Malte Buhl in der Kaderliste. Der „Rookie“ ist auch im NBBL-Kader der Eisbären Bremerhaven und mit einer Doppellizenz ausgestattet. Er bekam in der abgelaufenen Saison bereits in der 2. Regionalliga Einsätze, ist momentan aber am Meniskus verletzt und wird noch rund vier Wochen fehlen. Erkan Sahbaz ist deshalb noch in Gesprächen mit einer möglichen Verstärkung und würde gern noch vor dem ersten Tip-Off einen Spieler für diese Position holen.

In den letzten Wochen gesellten sich noch die Zugänge Mustafa Girke aus Berlin und Lennard Bauchwitz aus der eigenen Jugend hinzu. Und auch ein in der Szene alter Bekannter ist wieder dabei: Paul Heitzhausen spielte unter Trainer Nathan Barg bereits beim Vegesacker TV und später beim SC Rasta Vechta in den 2. Bundesligen Pro A und Pro B.

So ist ein möglichst frühzeitig gesicherter Klassenerhalt das Saisonziel. Viertletzter müssen die Weser Baskets dazu in der 13er-Liga mindestens werden. „Aschersleben zum Auftakt ist klarer Favorit“, sagt Erkan Sahbaz. „Ein Sieg wäre schon eine Riesen-Überraschung, aber natürlich fahren wir dorthin, um das Spiel zu gewinnen“. Auch Trainer Nathan Barg sieht seine Mannschaft noch nicht optimal vorbereitet: „Sowohl wir als auch die anderen Mannschaften werden erst nach den ersten drei bis vier Spielen sehen, wo wir wirklich stehen. Wir müssen auch das Glück haben, von größerem Verletzungspech die Saison hindurch verschont zu bleiben.“

Kader der Weser Baskets Bremen

Guards: Lennard Bauchwitz, Ediz Bertan, Mustafa Girke, Hermann Gottwich, Marco Mennebäck, Matt Reid, Abdelkarim Taadou, Arber Zeqiri

Forwards: Maurice Delage, Paul Heitzhausen, Lukas Köhler, Ismar Kriese, Jonas Liermann

Quelle: Weser Kurier, geschrieben von Marc Gogol

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