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Neustart in der 2. Regionalliga

Nach dem Abstieg in die 2. Regionalliga holen die Weser Baskets Cai Kaiser als Trainer zurück

Nach dem Abstieg der ersten Herrenmannschaft der Weser Baskets aus der 1. Basketball-Regionalliga und einer enttäuschend verlaufenen Saison folgt die personelle, sportliche und organisatorische Neuausrichtung. Dabei setzt man auf in der Szene bekannte Namen für die Trainer- und Funktionärspositionen und möchte in Zukunft noch stärker auf die eigene Jugend bauen.

Zur kommenden Saison 2018/19 hätten sowohl Bremen 1860 als auch die BTS Neustadt Herrenteams in der 2. Regionalliga melden können. Bremen 1860 hat indes auf sein Aufstiegsrecht verzichtet – zugunsten der gemeinsamen Mannschaft der Weser Baskets. Diese wird nun aus Spielern beider Vereine rekrutiert, wobei es sich vornehmlich um vielversprechende Nachwuchskräfte aus der erfolgreichen Basketball-Akademie Bremen-Süd handeln wird. „Wir planen mit keinen bezahlten Spielern“, stellt Kim Dauber, Basketball-Abteilungsleiterin von Bremen 1860, deutlich heraus. Bei der Planung habe man die Erkenntnis gewonnen, dass „aus beiden Kadern genügend Qualität vorhanden sei, um die Saison in der 2. Regionalliga zu stemmen“ (Dauber).

Diese Anpassung der Ausrichtung im Vergleich zur Vergangenheit hat neben dem monetären Aspekt auch ein wichtiges Identifikationsziel. Ein dem Publikum persönlich bekanntes Team soll die Begeisterung für den Sport und die Identifikation mit der Mannschaft wieder deutlich erhöhen. Die Kaderplanung bei den Herren als auch bei den Damen ist mittlerweile angelaufen. Denn auch die Damen der Weser Baskets spielen nach ihrem Aufstieg in der kommenden Saison in der 2. Regionalliga.

Personell sind derweil ebenfalls schon Entscheidungen getroffen worden. Trainer der neuformierten Regionalliga-Truppe der Herren wird Cai Kaiser – und der ist wahrlich kein Unbekannter in der Bremer Neustadt. Unter Kaiser gelang den Weser Baskets 2016 der Aufstieg in die 1. Regionalliga, und er hatte auch am letztlich knapp geschafften Klassenerhalt in der Saison 2016/2017 entscheidenden Anteil. Eng zusammenarbeiten wird er mit dem bisherigen Headcoach der Weser Baskets, Dejan Stojanovski. Dieser wird als Sportlicher Leiter fungieren und „die Brücke zwischen der Jugend und den Herren schließen“, sagt Kaiser.

„Im Sinne des Projektes habe ich nicht darauf gepocht, weiter Trainer zu sein. Wir sind im Aufbau und müssen das Projekt professionalisieren“, erklärt Stojanovski. „Insofern wird es ein klar geregeltes Zusammenspiel zwischen Cai und mir geben. Cai ist ein guter Trainer, und ich bringe jetzt die andere Seite in das Projekt ein.“ Die Fortführung eines auf jugendliche Spieler zugeschnittenen Konzeptes bringt für Dejan Stojanovski auch die engere Kooperation mit den Eisbären Bremerhaven mit sich, worauf sich der neue Sportliche Leiter der Weser Baskets besonders freut.

Kim Dauber sowie ihr Stellvertreter Niklas Dettlof werden zusammen mit BTS-Abteilungsleiter Raik Dräger sowie Erkan Sahbaz und Olaf Wendler, die zuvor bereits die Geschicke der Regionalliga-Mannschaft leiteten, den neuen Vorstand bilden. Die vielfältigen Verwaltungs- und organisatorischen Aufgaben ebenso wie die finanzielle Belastung werden auf mehrere Schultern verteilt. Bremen 1860 wird wie in der vergangenen Saison eine Herren-Mannschaft in der Oberliga melden, die ebenfalls von Cai Kaiser trainiert wird. Jugendliche haben in den Landesligen die Möglichkeit, sich zu zeigen. Die Weser Baskets melden eine U 16-Mädchen-Mannschaft sowie je ein U 14-, U 16- und U 18-Team bei den Jungen.

Im Breitensport bleiben beide Vereine unabhängig voneinander mit Teams verschiedener Altersklassen in den Bezirksligen vertreten.

VON MARC GOGOL
WESER-KURIER, Ausgabe 29.05.2018, Seite 28

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